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Veröffentlichung

Bericht der Bundesregierung
zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung

Der Bericht ist Teil der umfangreichen Aktivitäten der Bundesregierung für eine nachhaltige Entwicklung. Das Ziel nachhaltiger Entwicklung ist es, unsere Gesellschaft insgesamt zukunftsfähig zu gestalten. Dafür ist Bildung eine unerlässliche Voraussetzung. Bildung für eine nachhaltige Entwicklung soll die Menschen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Berücksichtigung globaler Aspekte befähigen. Als Querschnittsaufgabe findet sich Bildung für nachhaltige Entwicklung in zahlreichen Maßnahmen des BMBF wieder.

Der Bericht der Bundesregierung zur Bildung für eine nachhaltige Entwicklung zieht Bilanz über die Veränderungen in den letzen vier Jahren, schildert den Sachstand in den einzelnen Bildungsbereichen - vom Kindergarten bis zur Weiterbildung - und identifiziert "weiße Flecken", in denen noch Entwicklungsbedarf besteht. Er gibt einen Überblick über die Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnittsthema durch die verschiedenen Ressorts. Darüber hinaus zeigt er die Erfolge der Länder in diesem Bereich auf. Ein wichtiger Bezugspunkt ist dabei die gleichnamige Dekade der Vereinten Nationen (2005 - 2014).

Zusammenfassend kann festgestellt werden: Bildung für nachhaltige Entwicklung hat einen festen Platz im deutschen Bildungssystem. So existieren z. B. im Schulbereich Richtlinien und Empfehlungen, die geeignete Inhalte und angemessene Methoden für schulisches Lernen beschreiben. Darüber hinaus wurden zahlreiche Projekte auch außerhalb des formalen Bildungssystems initiiert. Insgesamt nähert sich die Zahl der offiziell als UN-Dekadeprojekt ausgezeichneten Initiativen der Tausendergrenze. Sie tragen entscheidend mit dazu bei, dass eine systematische Etablierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung weiter voranschreitet. In der Zusammenschau zeigt sich aber auch, dass insbesondere im Bereich des informellen Lernens noch Entwicklungsbedarf besteht.

Ein maßgeblicher Schritt, der innerhalb der letzten vier Jahre vollzogen wurde und der im Bericht entsprechend gewürdigt wird, ist die "Internationalisierung" der Bildung für nachhaltige Entwicklung, die bei diesem Thema eine besondere Bedeutung hat:
Das Erreichen kaum eines anderen politischen Ziels hängt so sehr von gelungener internationaler Kooperation ab wie die Nachhaltigkeit. Hier hat auch die UN-Dekade für einen Entwicklungsschub gesorgt.

Ein Highlight in dieser Legislaturperiode war die vom BMBF finanzierte "UNESCO-Weltkonferenz Bildung für nachhaltige Entwicklung" vom 31. März bis 2. April 2009 in Bonn. Rund 900 Vertreterinnen und Vertreter sowie 250 Gäste aus 147 UNESCO-Mitgliedstaaten nahmen teil. Darüber hinaus beteiligten sich über 40 Minister und Vizeminister an einem High-Level Segment. Die Konferenz hat gezeigt: Bildung hat Priorität - weltweit.

Darüber hinaus wurden deutliche Impulse für die zweite Halbzeit der UN-Dekade gesetzt. Besonders wichtig ist, eine noch größere Sichtbarkeit von Bildung für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Gleichzeitig ist es notwendig, mehr über ihre Wirkungsweise und den Transfer von Wissen zu erfahren. Bildungsforschung ist hierfür ein wichtiges Instrument.

Herausgeber ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung (PDF-Datei, 157 Seiten):
www.bmbf.de/pub/bericht_fuer_nachhaltige_entwicklung_2009.pdf

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